Das Forum für Zauberlehrlinge
Sie sind nicht angemeldet.
„Illidan!“ Nuala wollte zu ihrem Freund eilen, doch eine Stichflamme die plötzlich vor ihrem Gesicht auftauchte hielt sie zurück. Szrillp der irgendwann auf ihrer Schulter aufgetaucht war, hatte seinen Flammenwerfer eingesetzt als er merkte was sie tun wollte. „Nicht!“ schrie er gegen den Kampflärm an. „Du kannst ihm nicht helfen. Sie zu das du die Werwölfe hier raus bekommst.“ Er deutete zu dem Loch in der Mauer das durch den Kampf der Dämonen entstanden war. Das ist unsere einzige Chance.“ Nuala zögerte immer noch. Szrillp sprang plötzlich auf ihren Kopf und betätigte den Abzug seines Flammenwerfers. Der Vampir der Nuala gerade angreifen wollte schrie auf als er Feuer fing.
In diesem Moment rief Lacci auf der anderen Seite des Schlachtfeldes etwas, das Nuala nicht verstand. Doch es sorgte dafür, dass die Kämpfer in diesem Bereich verblüfft inne hielten und die Magierin anstarrten. Dann erschallte ein Kampfschrei über das Schlachtfeld wie ihn die Welt noch nicht gehört hatte. „Vegetarier für den Sieg, nieder mit dem Vampirgemüse!“
Endlich kam Bewegung in Nuala, sie hatte zwar keine Ahnung worum es ging, aber die Vampire schienen durch irgendwas abgelenkt zu sein.
„Szrillp, welches sind die Außenwände?“ fragte Nuala hastig. „Nur eine. Die mit der Zugbrücke, und dem neuen Loch.“ Nuala sah sich kurz um, das Loch in der Mauer, das Illidan und Majev durch ihren Kampf geschaffen hatten war näher als die Zugbrücke. „Folgt mir, wir verschwinden hier.“ Heulte sie in der Werwolfsprache. Die überlebenden Werwölfe heulten eine Zustimmung und scharten sich dichter zusammen. Nuala lenkte ihre Schritte in Richtung Freiheit.
Was auch immer Lacci gesagt hatte, die Vampire waren so paralysiert, das sNuala und die Werwölfe es bis auf ein paar Meter auf die andere Seite des Hofes, und damit das Loch in der Mauer, schafften bevor sie auf ernsthafte Gegenwehr trafen.
Offline
"Wir sind edele Raubtiere!" jammerte ein junger Vampir empört, aber so ganz glauben wollte er es selbst nicht. Es fühlte sich einfach nicht edel an. Und auch nicht nach Raubtier. Es fühlte sich zwar auch nicht nach Gemüse an, aber das tat eh nicht viel zur Sache. Alles stand Kopf in dieser Nacht und seine persönlichen Chancen die nächste Nacht auch noch erleben zu können sahen augenblicklich beschissen aus. Wie die der meisten anderen Kainiten ebenfalls. Seit dem neuen Kampfruf war der Wurm drinn.
"Ihr seid höchstens Dünger!" knurrte einer der völlig schrumpeligen Vampire, der schon eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Runkelrübe aufwies. Zusammen mit den ehemaligen Gefangenen schlugen sie die Kainiten immer weiter zurück, während nephele versuchte die menschlichen Sklaven hinter den Werwölfen aus der Burg zu lotsen, was nicht einfach war, denn die meisten waren zwar nicht mehr gebannt, dafür aber vor Entsetzen in einen anderen Bann geschlagen. Nur wenige waren so beherzt und wagte es den Werwölfen hinterher zu setzen, die anderen erstarrten oft in ihrer panik oder versuchten sich gar zu verstecken.
Ein Mädchen - kaum älter als 15 jahre - rannte panisch in Nephele rein, die inzwischen keinen allzu vertrauenswürdigen Anblick mehr bot. "Tu mir nichts!" quiekte sie, aber es klang kläglich und schwach und unter dem dicken Panzer aus Stress, Blutrausch und Mordgelüsten erkannte Nephele, das dieses Mädchen gleich zusammenklappen würde. Die ist doch höchstens so alt wie Nuala! durchfuhr es sie und etwas später ... und die ist auch nur ein Jahr jünger als du selbst alte Frau. Mist.
"Lauf" krächzte sie, aber das Mädchen hatte das zuoft gehört manche der Vampire mochten es wenn die Beute erst einmal weglief. Entkommen war niemals einer. Und im Augenblick sah Nephele aus wie die Großmeisterin der blutigen Spielchen. So funktionierte es nicht ... also schnappte sie das Mädchen und warf sie zu Matteo. "Bring die Menschen raus!" brüllte sie ihm zu. Wenn es einer schaffte, dann Matteo.
Der andere Vampir sah aus wie ein Landstreicher und roch wie ein altes Weinfass, aber er Fing sie geschickt und vrsichtig auf und beförderte sie mit einem sanften Stubs in Richtung des Lochs. "Die Wölfe werden dir nichts tun," versicherte er ihr und es klang ehrlich. "Und du und die anderen, ihr müsst hier weg ehe das böse Gemüse sich wieder eingekriegt hat."
"Du bist ein Vampir!" fiepte das Mädchen, noch immer steif vor Entsetzen, aber der Mann schüttelte den Kopf. "Du bist viel zu nüchtern um mich zu interessieren. Außerdem trinke ich keine Kinder. Und die anderen sind so alt, die haben vergessen wie man beisst. Na ja, hoffe ich. Und jetzt renn und dreh dich nicht um bis du in Sicherheit bist."
"In Sicherheit?" Bitter sah das Mädchen ihn an. "In Transylvanien?"
"Guter Hinweis," nickte Matteo, "Wir arbeiten dran, okay?"
Erstaunlicherweise klang es ehrlich und sie nickte, dann drehte sie sich um und rannte aus der Burg. Als sie draußen vor der Mauer stand, drehte sie sich trotzdem kurz um, denn sie hatte nie erwartet diesen Ort wieder lebend zu verlassen, seitdem man sie verschleppt hatte. Aber sie hatte es gehofft - was manchmal wohl doch zu funktionieren schien.
Auf dem Weg nach unten, dem nächsten Dorf entgegen, sammelte sie ein spitzes Stück Holz auf, nur für den Fall. Diesmal würde sie sich wehren.
Offline
Die beiden Dämonen achteten kaum auf die Geschehnisse um sich herum und setzten ihren Kampf ungerührt fort. Majev war voller Zorn und Hass auf Illidan, so dass sie blind wurde für alles andere. Und Illidan folgte dem Instinkt der ihm eingepflanzt worden war: er musste Majev vernichten, koste es was es wolle.
Beide erhoben sich und prügelten aufeinander ein während sie aufstiegen. Immer noch pulsierte Magie um sie herum und Querschläger trafen die Burg, vergrößerten das Chaos auf dem Burghof.
Sie stiegen immer höher, bis sie weit über der Burg ihren Kampf in der Luft fortsetzten.
Nuala war neben dem Mauerdurchbruch stehen geblieben. "Lauft! Bringt euch in Sicherheit." rief sie den Werwölfen zu. "Und beschützt die Menschen." Kurze Verwirrung machte sich breit, als zwei Werwölfe versuchten sich gleichzeitig durch das Loch zu quetschen. Wie ein großer, haariger Stöpsel steckten sie in dem Loch. Dann hatten sie sich sortiert und einer nach dem anderen sprang nach draußen. Die Anderen verteidigten währenddessen ihre Position und griffen die Vampire entschlossen an. Diese schienen inzwischen jeglichen Kapfgeist verloren zu haben. Wie ein Lauffeuer hatte sich Laccis Erkenntnis in dem Innenhof verbreitet: "Vampire sind Gemüse." Das verleitete Szrillp dazu von Nualas Schulter aus Schlachtrufe auszustoßen wie: "Das heutige Tagesgericht ist flambierter Vampirspargel." oder "Etwas Grillgemüse gefällig?" Den Vampiren wiederum schien es jeglichen Kampfgeist zu nehmen.
"Verdammt mir reichts!" der Vampir den Nuala gerade attackierte sprang flink zur Seite. Dann drehte er sich um und rannte auf die Zugbrücke zu. Das Wolfsmädchen hatte keine Zeit ihn weiter zu beobachten da zwei weitere Vampire sie angriffen. Der eine wurde von Szrillp mit dem Flammenwerfer erwischt. Der Andere sprang auf Nuala zu und packte sie mit schraubstockartigem Griff am Hals. "Jetzt bist du dran Wölfchen." er zeigte Zahn und wollte mit voller Kraft zudrücken. Doch soweit kam er nicht mehr. Er wurde von riesigen, haarigen Pranken gepackt und gegen einen Holzstapel gescheludert. Ein Ast durchbohrte den Vampir und Staub rieselte zur Erde. "Danke!" Nuala rang um Luft und nickte dem Werwolf zu der ihr geholfen hatte. Sie spürte, dass ihre Kräfte erlahmten, lange würde sie nicht mehr kämpfen können.
Ein lautes Rasseln und Klappern ließ Nuala aufblicken. Die Zugbrücke, sie öffnete sich. Erstaunt sah Nuala, wie mehrere Vampire über die Brücke flohen. "Oh, Fluchtsalat!" Szrillp grinste. Dann hob er seine Waffe. "Flieht, ihr feiges Gemüse. Rennt um eure unwürdige, gemüsige Existenz zu retten! Wuhu!" Nuala hatte keine Zeit sich über den Gnom auf ihrer Schulter zu wundern. Bei weitem noch nicht alle Vampire flohen. Und die, die geblieben waren hatten pure Mordlust in ihren Augen.
Offline
"Egal was wir sind!" zischte einer der Vampire, der schon reichlich ramponiert aussah, aber umso entschlossener wirkte, "Wichtig ist was ihr seid und das ist: Bald tot!"
"Würd ich keine pauschalen Wetten drauf abschliessen," grunzte Ladomir zurück, der inzwischen eine neue Gehhilfe aufgetan hatte: Eine uralte, aber höllisch scharfe Schlachtaxt, von der er behauptete, er habe sie vor fünfhundert Jahren beim würfeln verloren. "Sieh dich mal um - ihr seid die letzten."
"Wir sind aber ziemlich viele letzte," schnaufte der Sprecher zurück, obwohl er nervös seine Fraktion überflog ... das waren schonmal mehr gewesen. "Und die anderen Clans werden das hier nicht auf sich sitzen lassen!"
"Die anderen Clans werden entzückt sein das kleine Kainitenproblem los zu sein," murrte Matteo, "Aufstände der Menschen hat es schon immer gegeben, damit werden die fertig, aber IHR habt euch ECHT unbeliebt gemacht. Und die beiden mächtigsten Clans waren eh nie dafür Werwölfe zu versklaven, also komm uns nicht mit "Die anderen Clans hauen euch die Möppe platt blafasel"!" Tunlichst verschwieg Matteo "Sie haben es mit den Werwölfen schonmal versucht und das ging sowas von daneben ..." - man konnte auch ZUVIEL Informationen geben.
"Wir werden euch zerfleischen!" brüllte der Vampir entnervt und wollte sich auf die Angreifer stürzen, kam jedoch nie weiter als wenige Schritte. So schnell er war, diesmal hatte er es mit auch Leuten zu tun für die diese Geschwindigkeit keine Hexerei war. Und echte hexerei kam fatalerweise noch dazu. Alles was blieb war ein kleiner rauchender Fleck und der geruch von wenigstens acht verschiedenen Angriffsmitteln.
"Uuuuhrg." Ein schrankgroßer Vampir trat vorsichtig vor und schnüffelte. "Macht was ihr wollt, das hier ist bescheuert. Ich lass mich doch nicht aus gekränkter Eitelkeit platt machen!"
"Du willst gehen?"
"Ich WERDE gehen," knurrte er zurück, "Das ist doch alles idiotisch hier! Und lasst euch mal eines gesagt sein: Es gibt Primeln, es gibt Gurken und es gibt Kriechenenden Hahnenfuß!" Entschlossen und ziemlich hastig stapfte er los und ihm folgten nach kurzen zögern einige.
"Sollten wir sie nicht aufhalten?" murrte jemand, aber ladomir schüttelte den Kopf. "Lass sie laufen, ich denke die werden ne ganze Weile unterwegs sein ... Transylvanien ist für DIE grad eben zu klein geworden. Und wir haben mit dem Rest eh genug zu tun."
Offline
Die geordneten Reihen der Vampire waren aufgebrochen. Viele hatten die Burg schlagartig verlassen und die die zurückblieben ließen ihre Waffen fallen und griffen auf traditionelle Art an. Da Majev sie nicht mehr befehligte war ihre Taktik sehr schnell vergessen.
Die Gefangenen ließen es sich nicht nehmen auf die verbleibenden Vampire loszugehen, sie hatten zuviel erdulden müssen um sich die Gelegenheit entgehen zu lassen. Vor Shuma stampfte die massige Gestalt eines Trolls vorbei und benutzte einen schreienden und fluchenden Vampir als Keule, mit der er andere Vampire verprügelte. Rechts sah Shuma wie ein Zwerg einem Vampir von hinten in die Beine sprang und ihn fällte. Ein Drow stach dem Vampir sofort ins Herz und er zerfiel zu Staub. Und Shuma wurde als erster Mensch Zeuge davon das ein Zwerg und ein Dunkelelf ein Highfive austauschten.
Links von Shuma machte Bob sich gerade einen Spaß daraus einen Vampir mental zu kontrollieren und gegen andere Vampire kämpfen zu lassen.
Wie dir das gefällt? Hä? Es spaßig ist kontrolliert zu werden?
Shuma nahm Anlauf, sprang ab und schwebte von Luftmagie getragen über den halben Hof, direkt auf einen Vampir zu dessen Abendgarderobe ihn als einen älteren Vampir identifizierte. Die Feuermagie mit der er um sich warf war ein weiterer Hinweis.
Der Vampir sah Shuma kommen und hob blitzschnell eine Lanze vom Boden auf. Shuma schlug noch im Flug mit dem Schwert zu. Der Vampir versuchte den Schlag zu blocken, doch die glühende Klinge durchschlug zuerst die Lanze, dann den Arm des Vampirs und sägte sich schließlich durch den Brustkorb. Prüfend sah Shuma sich um. Wieviele Vampire waren jetzt überhaupt noch übrig?
Über der Burg flogen Majev und Illidan so schnell aufeinander zu das sie Kondenzstreifen hinter sich in den Himmel malten. Sie prallten mit voller Wucht aufeinander und lautes Donnern erklang. Der Aufschlag ließ beide am Himmel taumeln, dann beschossen sie sich gegenseitig mit Magie.
Majev schlug mit den Flügeln und flog einen Bogen um Illidan herum. Sie änderte plötzlich die Richtung und hielt direkt auf ihn zu. Dann versetzte sie ihm einen Tritt der ihn in die Tiefe schleuderte und in einen der Burgtürme einschlagen ließ.
Mühsam befreite Illidan sich aus den Trümmern während Majev in aller Seelenruhe über ihm schwebte und abfällig grinste.
"Wie kann ich dir am meisten Schmerz zufügen? Was könnte ich dir nehmen?" sinnierte sie vor sich hin "Was in dieser Welt ist dir am teuersten?"
Rebellisch blickte Illidan zu Majev auf "Das verstehst du nicht." er rappelte sich auf und ballte die Fäuste.
"Es gibt nichts in dieser Welt das mir nicht teuer ist!"
Er stieß sich ab und flog auf Majev zu. Im Flug schien seine Gestalt zu zerfasern und sich auszubreiten. Seine stoffliche Hülle verschwand und wich einer größeren Gestalt, die nur noch wenig mit seiner menschlichen Form gemein hatte. Die Gestalt sah aus wie schwarzer Nebel, der eine grob humanoide Form annahm. Und in dem Nebel flackerten rote Flammen. Die gewaltigen Flügel aus Feuer und Finsternis breiteten sich aus und trugen Illidan höher während seine brennenden Augen aus dem konturlosen Gesicht Majev anstarrten.
Majev durchlebte die gleiche Verwandlung, doch waren die Flammen die in ihr loderten grell weiss. Die beiden Erscheinungen prallen aufeinander und wurden größer je höher sie stiegen. Bald schon verdeckten sie den Mond. Finstere Klauen, von leuchtenden Flammen durchzogen, schlugen und kratzten während pure Energie sich zwischen den Dämonen entlud. Sie rangen miteinander, umschlangen sich und durchdrangen sich gegenseitig während sie von höllischer Wut getrieben versuchten ihren Gegner zu vernichten.
Angriffszauber der beiden prasselten auf die Umgebung ein. Querschläger aus Feuer setzten die Burg in Brand. Schwarze Blitze ließen Steine zerplatzen und rissen Mauern ein. Zwei dämonische Flüche prallten aufeinander und trafen dann den Brunnen in der Mitte des Burghofs. Dem Brunnen wuchsen fünf steinerne Beine auf denen er aus durch den Hof rannte, über die Zugbrücke und dann in der Nacht verschwand.
"Weg hier!" rief Shuma.
Die Gefangenen sprinteten sofort los und überquerten die Zugbrücke während Shuma sich nach seinen Freunden umsah.
"Hi." Ein weiterer Gnom tauchte auf Nualas anderer Schulter auf. "Was dagegen wenn ich von hier aus mitmische?" Das Wolfsmädchen schüttelte den Kopf und biss einen angreifenden Vampir. Diesmal war der Biss nicht tödlich, sozusagen, sondern kostete den Vampir nur einen Arm. Er ergriff die Flucht.
"Sag mal, Werwolfsbisse sind doch ansteckend. Zu was werden eigentlich gebissene Vampire?" fragte der Gnom und schoß mit einer winzigen Armbrust auf einen angreifenden Vampir. Das Geschoß ging beim Aufprall in Flammen auf. Auch dieser Vampir hatte genug und trat den Rückzug an.
"Zu Wergurken!" lachte Szrillp.
Der Kampf der Dämonen über der Burg wurde immer brutaler und für die Lebewesen im Hof immer gefährlicher. "Zeit zu gehen." beschloß Nuala und rannte zu Shuma hinüber. "Wir sollten zusehen, dass wir verschwinden." rief sie ihm zu. "Wo sind Nephele und Lacci?" Sie sah sich nach ihren Freundinnen um.
Beitrag geändert von fionnuala (30-07-2010 09:31:20)
Offline
Noch immer kämpften die beiden Dämonen am Himmel, während am Boden der Kampf weitgehend vorbei war - vorerst. Die ehemaligen Gefangenen erlegten jene wenige Vampire, welche sich noch wehrten und Nephele beschloss, das ihre Hilfe nun draußen angebrachter war. Vorsichtshalber wob sie einen Zauber der Verdunklung über den Flüchtenden, denn sie traute Majev nicht. Das war ein hundsgmeines, mieses, fieses Miststück und wusste wie man anderen weh tat und die Motivation Illidan weh zu tun dürfte hoch sein. Nuala war zusammen mit den anderen Werwölfen inzwischen etwas aus dem Schußfeld raus, jedenfalls aus dem von Majev.
"Shuma!" rief sie über den Hof hinweg, "Laß uns weg von hier!"
Zusammen mit einigen der Rentnergang stolperte Lacci über die Zugbrücke, wobei sie eine alte Vampirfrau stützte, die reichlich im Kampf abbekommen hatte. Von den alten Vampiren waren nur wenigen über geblieben, aber sie schienen darüber nicht arg betroffen zu sein und Lacci ahnte weshalb. Ganz sicher war sie sich nicht, aber sie hatte so eine Vermutung.
"Es wird ziemlich viele verzauberte Orte in den nächsten Jahren geben, hm?" fragte sie Matteo, der wirklich einen Drink dingend benötigte und erschöpft nickte. "Das passiert mit ihnen, wenn sie alt werden, sie werden zu verzauberten Orten."
"Es ist ETWAS komplizierter," ächzte Matteo und suchte ohne viel Hoffnung in seinen Taschen nach Restalkohol, "Es ist eine gewisse innere Haltung für erforderlich ... aber vermutlich haben die meisten die spätestens in dieser Nacht dazu gewonnen."
"Als mir klar wurde wie das ganze funktioniert hab ich mich gefragt: Was wird aus dem Keimgewebe? Was ist die entgültige Pflanze?"
"Oje, wir sind also nicht nur Gemüse, wir sind nur Keime?" Sogar Matteo verzog etwas das Gesicht. "Das ist schon etwas demotivierend."
"Es ist alles etwas komplizierter," klimperte Lacci allerliebst mit den Wimpern, "Und ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es wirklich erklären kann."
Offline
Von Bob gestützt humpelte Shuma, der am Bein verletzt war, dicht hinter Nephele und Nuala über die Zugbrücke, dann den Pfad entlang bis zu dem Grenzposten an dem die Vampire sie gefangen hatten. Hinter ihnen tobte die Schlacht der zwei Archon am Himmel.
Plötzlich blieb Shuma stehen und sah zurück. In dem Chaos über der Burg war kaum noch etwas zu erkennen.
Zwei grüne Augen leuchteten auf und sahen in die Richtung der Schüler und eine Stimme, die wie ohrenbetäubend lautes, dröhnendes Flüstern klang, sprach Worte in einer fremdartigen Sprache.
Shuma nickte "Versprochen." flüsterte er.
Über den kämpfenden Archon brach der Himmel auf als ein schwarzes Loch entstand und selbst auf diese Entfernung hatten alle Schwierigkeiten sich auf den Füßen zu halten, so stark wurde alles vom schwarzen Loch angesaugt. Majev versuchte offenbar sich loszureissen, doch Illidan hielt sie fest und stürzte sich mit ihr in das schwarze Loch. Dann verschwand das Loch.
Shuma setzte seine letzte magische Kraft frei und leitete sie in sein Amulett, das hell aufleuchtete. Dann stieß er sich ab, wirbelte ringsum Staub auf und flog zurück, dorthin wo die beiden Dämonen verschwunden waren. Bob hob ebenfalls ab und lies sich von seiner Telekinese durch die Luft tragen.
Shuma brauste durch die Luft und fing einige Dinge auf die von dort herabfielen wo das schwarze Loch gewesen war. Er fing das Auge der Medusa auf, das Illidan als Anhänger getragen hatte. Er fing den Ring auf den Illidan getragen hatte. Und er fing eine kleine unscheinbare Kugel auf, die Chronobombe die Majev bei sich getragen hatte.
Das Flammenschwert Illidans war zu schwer für Shuma, doch Bob fing es mit Gedankenkraft auf.
Shuma und der Illithid flogen zurück zu den anderen. Mit betretener Miene setzte Shuma auf und betrachtete die Dinge die er aufgefangen hatte. Die letzte Magie Illidans hatte den Ring verwandelt. Er bestand nun nicht mehr aus Silber, wie ursprünglich, sondern aus Gold (oder zumindest etwas das nach Gold aussah). Auf der Innenseite waren Schriftzeichen eingraviert.
"Für Nuala." übersetzte Shuma die Gravur während er ihr den Ring überreichte "Ich vergesse dich nie."
"Nein! Was? Illidan?" Nualas Stimme versagte und ihre Hand schloß sich zitternd um den Ring. Sie bekam nicht mehr mit was um sie herum passierte, ihr Gehirn schien wie ausgeschaltet. So hörte sie auch nicht das mächtiges Rauschen in der Luft, sah nicht den dunklen Schatten der aus dem Himmel auf sie niederstieß. "Hey Leute, sucht ihr ne Mitfluggelegenheit?" erklang die Stimme eines Gnoms und die kleine Gruppe Flüchtlinge starrte mit offenem Mund auf das Gefährt was auf einmal vor ihnen auftauchte.
Irgendwann einmal war es wohl ein Bett gewesen, doch irgendein Verrückter hatte es mit Flügeln ausgestattet. Je zwei gigantische weiße Schwingen schlugen rechts und links von dem Bettgestell. Am Kopfende des Bettes war ein Schädel befestigt. Der Schädel war bestimmt einen Meter lang, wies beeindruckende Zahnreihen auf und dunkle Augenhöhlen starrten sie daraus an. Hinter dem Schädel saß ein Gnom der sich an zwei Hebeln festklammerte. Sie dienten wohl zur Lenkung des Ungetüms. "Simwibb? Wie kommst du hierher?" rief Szrillp von Nualas Schulter aus und sprang zu dem anderen Gnom auf das Fluggerät. "Na geflogen, wie sonst?" piepste Simwibb fröhlich. "Na los, springt auf wir sollten hier verschwinden."
Nuala reagierte nicht, sie hatte den Gnom gar nicht gehört. Auf einmal schoß Schmerz durch ihre Wange und verwirrt blickte sie zu Lacci hinab die ihr eine deftige Ohrfeide verpasst hatte. "Du musst dich verwandeln, du bist zu fett!" fauchte Lacci. Wie bei allen weiblichen Teenagern reagierte auch Nualas Gehirn wenn ihr jemand vorwarf das sie fett sei. Und sie beherrschte einen Abnehmtrick den ihr so schnell keiner nachmachen konnte. Nuala verwandelte sich in ihre menschliche Gestalt und kletterte dann auf die Matratze. Jemand legte ihr eine Decke um die Schultern und reflexartig verdeckte Nuala ihre Blöße.
Shumas Motorrad stand noch an dem Grenzübergang. Die Vampire hatten mit ihm wohl nichts anfangen können. Jirlazüp und einer der anderen Gnome standen neben der Maschine und schienen sie zu inspizieren. Dann hob Jirlazüp auf einmal den Arm und klatschte etwas auf das Fahrgestell. Das Motorrad schrumpfe bis es die Größe eines Spielzeugs hatte. "Los mitnehmen, und dann nichts wie weg hier."
Es war eng auf dem Bett als sich Lacci, Bob, Nephele, Shuma, Nuala, Matteo, das Motorrad, Illidans Flammenschwert und fünf Gnome darauf quetschten. Mit langsamen Flügelschlägen erhob sich das Gebilde in die Luft und flog über den Grenzposten am Borgopass hinweg um Transsylvanien zu verlassen.
Offline
Dicht hinter dem Paß, auf einer kleinen Wiese warteten einige Mitglieder der Rentnergang. Sie hatten den Paßwächtern erklärt, wohin sie sich ihre Paßkontrolle stecken konnten und in einem Fall eine Knoblauchbombe hinterhergestopft. Danach waren die anderen Vampire sehr schnell weg gewesen und die menschlichen Zöllner losgezischt, DIESE frohe Botschaft zu verkünden.
"Wir wollten euch nicht ziehen lassen, ohne uns zu bedanken," rief er ihnen zu, "Und zu sagen, das ihr immer willkommen seid."
"Ich möchte wetten die Clans sehen das anders," murrte Nephele, umarmte aber Matteo, der sich zu den anderen Vampiren gesellte.
"Die Clans haben sofort ihre alte Streitigkeiten aufgenommen, als sie hörten das wir die Kainiten auseinander nahmen," kicherte eines der alten Tantchen.
"Noch bevor wir gewonnen haben?" staunte Lacci, die selbst gesehen hatte wie wacklig das ganze gewesen war.
"Komischerweise waren alle der Meinung, das die Kainiten gegen den Tourismus keine echte Chance haben," erklärte Ludomir, "Tourismus ist ne harte Sache, sollten wir echt im Auge behalten."
"Öhm ..." Die "Touristen" sahen sich an. Irgendwer würde schon den Transylvaniern erklären, das Tourismus noch einige andere Überraschungen bereit hielt. "Wir sollten vielleicht einige robuste Marketingberater vorbeischicken?" schlug Lacci vor, "Falls die draufgehen ... na ja ihr wisst ja was man von Marketingberatern sagt."
"Das sie perfekte Vampire abgeben," erwiderte Shuma düster.
"Wenn sie anfangen die Clans zu beraten, dann ist es mit dem Vampiren in Transylvanien eh bald vorbei," spekulierte Lacci, "Aber vermutlich wird schon der Impfstoff das ganze weitgehend beenden."
"Impfstoff?" fragte Matteo, "Und das mit dem Gemüse - versuch doch nochmal es zu erklären, ehe wir kompostiert werden."
"Ich HAB es erklärt," meinte sie leicht verschnupft.
"Für extra Doofe, Lacci, für extra doofe," ermahnte Nephele sie schwach grinsend.
"Kurz gesagt - und für extra Doofe - das was einen Menschen zum Vampir macht ist ein pflanzlicher Parasit, welcher zwar den Wirt bei der Übernahme theoretisch tötet, aber eine Art Ersatzlebensenergie produziert. Doch dazu braucht er bestimmte Bausteine, die im Blut vorhanden sind. Das Stammgeflecht dieses Parasiten befindet sich im Herzmuskel, wird es stark verletzt oder zerstört killt es den Parasiten und den Wirtskörper sofort und ohne die ständige Versorgung mit der Ersatzenergie zerfällt der Vampir zu Staub. Das ist die Version für ganze Doofe."
Die Version für nicht ganz so Doofe machte soeben außerhalb von Transylvanien Furore, denn aufgrund dessen was Lacci entdeckt hatte, war ein echter impfstoff in Reichweite gelangt. Echte, vollständige und vorallem einfache Rückverwandelungen waren machbar. Niemand würde mehr ein Vampir bleiben müssen. Was nichts daran änderte, das es welche gab, die es wollten.
Letztlich ware es Mias Blut gewesen, das Laccis Idee pate gestanden hatte. Es gab keinen vernünftigen Grund weshalb dieses Blut für Vampire giftig sein sollte, es sei denn es existierte eine pflanzliche Komponente im Vampir. Und hatte man erst einmal diesen Brocken geschluckt, dann machte der Rest Sinn.
"Und nun?" Müde und etwas durch den Wind hockte sich Lacci mit Matteo und nephele auf einen Baumstamm, von dem aus man über die umliegenden Berge und Täler sehen konnte. "Als ich mit den Leuten vom institut gesprochen hab, sagten sie das in allen Ländern,die den Pakt unterzeichnet haben die Vampire total Kopf stehen ... wir sollten vielleicht nicht sofort zur Akademie zurück. Rachsucht und so."
"Ich würd gerne vorher meine allergische Reaktion los werden," brummte nephele, die insgeheim befürchtete in diesem zustand einen völlig neuen Fankreis zu bekommen, "Wann hast du mit dem Institut gesprochen? Und wie? Durch diese magische Barriere durch funzt doch keines der Netzwerke?"
"Mit meinen Handy, über irgendeinen russischen Netzanbieter. Im Forschungskerker stand eine Frankensteinmaschine, damit hab ich den Akku geladen und wenn ich nahe genug am Fenster war, bekam ich ganz gut Netz. Nephi, es muß nicht immer Magie sein. Manchmal reicht auch einfach Technik."
Besorgt sah Nephele rüber zu Nuala, die noch immer schluchzte und langsam ganz Shuma durchtränkte. "Und manchmal hilft weder das eine, noch das andere," sagte sie beklommen.
Offline
Eine Weile saßen sie auf dem Baumstamm und hingen ihren Gedanken nach während sie über die Täler und Berge vor ihnen schauten.
Shuma dachte an die anderen Gefangenen, die mit ihm entkommen waren und sich danach zerstreut hatten. Er hoffte jeder von ihnen würde es zurück in seine Heimat schaffen. Dann dachte Shuma an die Werwölfe und an die Wolfsmenschen. Ob sie wohl zurecht kommen würden?
Und er dachte an Illidan, der sich und Majev in ein ungewisses Schicksal gestürzt hatte. Hilflose Wut flammte in Shuma auf.
"Ich schätze mal du bist zufrieden damit wie alles ausging, nicht wahr?" Shuma starrte Matteo zornig an "Wir sind schön in deine Falle getappt als du uns zum Borgopass geschickt hast und nun bist du die Kainiten los. Großartig gelaufen, ist es nicht so?" Shumas Stimme wurde etwas leiser "Narcissus von Gerona?"
Matteo sah ertappt aus. "Lange her," flüsterte er, "Noch so eine Idee, die nicht ganz so lief, wie ich es mir gedacht hatte."
"Wie alt bist du Matteo?" fragte Nephele, "Und es kommt echt nicht auf das genaue Jahr an - mir persönlich würde es aufs jahrhundert genau schon echt ausreichen. Und falls du ans rauswinden denken solltest: Wir haben für dich einiges beiseite geräumt, da ist ne ehrliche Antwort das mindeste."
Mit einem Schlag sah Matteo sehr alt und müde aus und sein Blick verlor sich in der Ferne. "Ich wurde in dem Jahr geboren, als die wilden Krieger kamen und uns ziemlich in die Pfanne hauten, jedenfalls sagte das mein ältester Bruder immer. Die Zeiten waren recht unruhig und schließlich landete ich bei den Soldaten und half mit die benachbarten Völker zu unterwerfen. Bis ich diesem Mädchen folgte, es sah so harmlos und hübsch aus und es versprach mir Wein und nette Gesellschaft und ich dachte, all die Warnungen vor den etruskischen Frauen wären übertrieben ..."
Nephele, die sich mit Geschichte etwas besser auskannte, als die meisten Teenager und zauberer es für gewöhnlich taten, ließ das kinn etwas sacken und rechnete nach - die Zahl wurde reichlich hoch.
"Seitdem hab ich diesen schrecklichen Durst und die ersten Zeiten, da hab ich den gelöscht wie alle Blutsäufer es tun. Meine Stadt wuchs und wurde mächtig und ich war nicht der einzige meiner Art dort. Wurde sogar später nochmal Soldat, denn einige feldherrn erkannten einen Vorteil, wenn er grad versuchte ihre leute auszusaugen, aber irgendwann hatte ich die Nase voll und bin weggelaufen, solange bis ich hier her kam, in das Land hinter den Wäldern. Hier war es schön, die Leute freundlich und wollt ihr einen echten Witz hören: Es gab gar keine Vampire.
Hab lange für gesorgt das es so blieb. Wenn andere kamen sie verscheucht, manchmal sogar umgebracht, nie selbst einen erzeugt. Nie. Bis heute Nacht nicht. Aber dann kamen die Blutjahre und auf einmal stand ich knietief in Vampiren. Hab alles versucht, sogar diese Kirche gegründet, aber es wurde immer schlimmer und schlimmer... und schließlich kam auch noch Majev. Und dann - nach all den Jahrhunderten - stolpert ihr ins Land. Es lief nicht großartig, aber ..."
Nephele dachte an das Mädchen im Hof und all die Dinge die sie gesehen hatte, als sie ihre Gedanken wandern ließ. An all die Menschen, welche die Vampire als Arbeitstiere gehalten hatten, deren Willen und Intelligenz sie brutal unterdrückt hatten, die sie bei Bedarf aussaugten und deren Körper sie ihren Wölfen und anderen Wesen vorgeworfen hatten. Sie dachte auch an die Gefangenen in der Arena und daran was die Werwölfe zu erleiden gehabt hatten.
"Die Methode war nicht richtig," sagte sie rau, "Was wir getan haben war richtig. Wir hätten mehr wissen müssen. Wenn du jemanden in einen solchen Krieg schickst, dann musst du ihm auch sagen was eigentlich los ist."
"Die Welt hat uns schon ewig vergessen," wandte eines der Tantchen ein, "Niemand kam uns zur Hilfe. Nicht so wirklich ..."
Betreten dachte Nephele an ihre zaghaften Versuche bei Morgulas Familie und die ebenso zaghaften Einmischungen des Instituts, die angehalten waren "diplomatisch" vorzugehen.
"Es war nicht gut euch zu hintergehen," grollte Ludomir, der immernoch seine neue Krücke rumschleppte, "Doch euer Freund, der hat seinen eigenen Kampf am Himmel ausgefochten. Mach seine Tat nicht kleiner, indem du sie auch Matteo in die Schuhe schiebst."
Vorsichtig umarmte Nephele Shuma und stubste ihn leicht mit der Nase an. "Gibt es keinen Weg zu Illidan?" fragte sie leise.
Offline
Nuala schniefte ab und zu noch leise während sie Nephele und den alten Vampiren zuhörte. Unter anderen Umständen wäre sie vermutlich sehr wütend geworden über das was sie hörte, doch war sie emotional zu erschöpft um noch wütend zu werden.
"Was ist eigentlich aus Tasse geworden? Ist sie noch bei Illidan?" fragte Nuala unvermittelt, ihr war gerade aufgefallen, das Tasse fehlte. Aber der Gedanke, das Tasse bei Illidan sein könnte hatte irgendwie etwas tröstliches.
Simwibb, Szrillp, Jirlazüp und die beiden GSG Neun Gnome standen beieinander und unterhielten sich leise auf gnomisch.
"Danke nochmal für eure Hilfe. War keine schlechte Arbeit, für Zivilisten." Die Spezialisten-Gnome salutierten.
"Keine schlechte Arbeit? Pöh, ohne uns wärt ihr doch nie auf die Idee gekommen die Vampirfestung anzugreifen." empörte sich Jirlazüp.
"Stimmt, sie wären etwas subtiler vorgegangen und hätten um einiges länger gebraucht." bemerkte Simwibb. Dann klopfte er Szrillp auf die Schulter. "Und was hast du jetzt so vor?"
"Ich habe mich noch nicht entschieden. Die Back-Tasche scheint verschollen zu sein. Ich möchte gerne mehr über die Gnomengesellschaft lernen. Auf der anderen Seite würde ich auch gerne bei Nuala bleiben." Etwas ratlos zuckte er die Achseln.
"Ich mache dir einen Vorschlag." Jirlazüp trat neben ihn und nahm seine Hand in ihre. "Ich begleite dich. Ich kann dir einiges über Gnome erzählen. Bin immerhin selber einer und zwar schon mein ganzes Leben lang." Sie strahlte Szrillp an der etwas schüchtern zurückgrinste.
"Und was die Back-Tasche angeht." Sie sah zu den Spezialisten-Gnomen. "Die müsste doch aufzuspüren sein. Grimmlich sollte noch in ihr sein, der kennt sich mit dem Transportnetzwerk doch ganz gut aus."
"Wenn der Transportkreis noch aktiv ist finden wir die Tasche auch, ja. Wenn sie allerdings mit dem Dämon zusammen durch das schwarze Loch verschwunden ist, kann es lange dauern. Sehr lange." Und ohne einen Hinweis in welcher Dimension sie sein könnten länger als die Lebensspanne eines Gnomes, dachte der Gnom der Jirlazüp geantwortet hatte, sprach es aber nicht aus.
"Wir müssen dann auch mal los. In Transsylvanien wartet viel Arbeit auf uns." Die beiden Spezialisten-Gnome salutierte ein weiteres mal, drehten sich dann um und verschwammen zu kleinen, gelben Schemen als sie Richtung Borgopass rannten.
"Ich bleibe noch bis klar ist wie die Großen nach Hause kommen." Simwibb deutete auf die Schüler. "Ich würde sie gerne noch mit dem Bett ein Stück weiter bringen." Er klopfte mit wehmütigem Gesicht an das fliegende Bett "Das Schätzchen hier wird anschließend wieder demontiert. Ist zu groß und unpraktisch um es auf Dauer zu behalten. Naja, und das Design ist noch nicht ganz ausgereift."
Offline
"Ich weiss es nicht." sagte Shuma tonlos "Bin kein Experte für transdimensionale Reisen, aber wenn ich das richtig verstanden habe ist so ein spontan erzeugtes Portal Glückssache. Man weiss nie wo es hinführt. Und Tasse? Könnte sein das der Sog des Portals sie erwischt hat und sie nun bei Illidan ist."
Sie blickten auf als aus der Ferne ein lautes Motorengeräusch zu ihnen hallte. Kurz darauf kam ein Hubschrauber in Sicht und setzte schließlich neben ihnen auf der Wiese zur Landung an. Die breite Frachttür schwang auf und Kimari hüpfte heraus. Mit freudigem Gebell tollte der große schwarze Hund auf die Gruppe zu. Er sprang an Shuma hoch und schlabberte ihm kurz durch das Gesicht, dann stupste er Nephele mit der Nase in die Seite bis sie ihn kraulte. Er schnupperte neugierig nach den Gnomen und nach Bob, der sich vor Kimari hockte und ihn musterte.
Süßes Kätzchen. meinte Bob, der sich als Tiefenbewohner mit der Tierwelt der Oberfläche kaum auskannte.
Dann trottete Kimari zu Nuala und bellte ein paarmal leise bevor er seinen massigen Schädel auf ihr Bein legte und sie mit Dackelblick ansah.
Als nächstes sprangen zwei Gestalten aus dem Hubschrauber und sahen sich um. Sie trugen die Uniformen der Sicherheitskräfte von Uroboros, darüber Splitterschutzwesten in Tarnfarben. In den Händen hielten sie Gewehre die entfernt an die Voodoomatics erinnerten und ihre Gesichter waren hinter Gasmasken verborgen. Die Sichtöffnungen der Masken waren mit dunklen Gläsern verdeckt, doch wenn man ganz genau hinsah, dann sah man ein gelbes Glühen dahinter. Shuma erkannte die beiden. Agni und Rudra, Dämonen aus einem Bereich der Hölle über den wenig bekannt war. Sie waren bereits die Leibwächter von Shumas Großvater gewesen, als dieser den Familienbetrieb in einen Konzern verwandelte. Und nun waren sie die Leibwächter von Shumas Eltern und Freunde der Familie.
Die beiden Soldaten gaben mit einem Wink zu verstehen das die Lage sicher war. Daraufhin stiegen Shumas Eltern und Brüder aus dem Hubschrauber und liefen auf die Gruppe zu.
"Shuma! Oh Gott, ich hab mir solche Sorgen gemacht!" Lucia, Shumas Mutter, drückte den Jungen an sich.
"Aurora hat uns informiert nachdem sie mit euch telefoniert hat." erklärte Arius "Wir sind sofort hergekommen, konnten euch aber erst orten als ihr die Barriere verlassen hattet." er sah die Gruppe nacheinander an "Seid ihr soweit wohlauf?"
Agni tippte Arius auf die Schulter, während Rudra die Vampire und den Illithiden im Auge behielt.
"Ja, du hast recht." sagte Arius zu Agni "Steigt ein, wir bringen euch fort. Ihr könnt uns während des Fluges erzählen was passiert ist."
Die Gruppe verabschiedete sich von den Vampirrentnern und Matteo, dann stiegen sie in den Hubschrauber.
"Sollen wir dich irgendwo absetzen Bob?" sagte Shuma von der Tür aus.
Ich Weg nach Hause schon finde, danke. Nächstes Mal wir uns sehen, ich setzte Larve in deinen Kopf, so dass du wirst Illithid. Du wärst guter Illithid. sagte Bob gut gelaut und winkte.
"Ähm. Ja. Danke." Shuma winkte zurück und verschwand dann im Hubschrauber, der abhob und davonflog.
Beitrag geändert von shumagorath (31-07-2010 11:48:22)
Noch lange blieb Matteo auf der Lichtung stehen und sah den Touristen hinterher. Der Himmel wurde langsam lichter und die Vögel begannen ihr morgendliches Getöse, als er mit den Schultern zuckte, aufstand und sich zum Borgopass umwandte.
"Und jetzt?" Neben Matteo tauchte ein dunkler, eleganter Schatten aus dem Wald auf, der hechelnd den alten Vampir anblickte.
"Was jetzt Wulfgard?" fragte er zurück.
"Was wird weiter geschehen? Was wird mit uns passieren? Mit den Vampiren? Mit Transylvanien?"
"Ich nehme mal an, Transylvanien wird weiter hinter den Wäldern liegen. Länder sind in dieser Hinsicht irgendwie Gewohnheitstiere. Und was mit uns passiert, das liegt irgendwo an uns selbst."
"Und die Vampire?" bohrte Wulfgrad.
"Schätze die werden den ganzen Schrecken einer gut geimpften vegetarischen Bewegung in nächster Zukunft erleben," grinste Matteo breit, "Und eines Tages werden sie den Touristen vorführen, wie einst die Vampire in ihren Schreckensburgen gehaust haben und falsche Fangzähne aus Gummi verkaufen, jedenfalls die Schlauen."
"Und du?"
Einen Augenblick lang war etwas altes, gefährliches in Matteoas Augen zu sehen, dann lächelte er wie der harmloste, netteste Mann von ganz Transylvanien und sagte mit Blick auf die erste Mörgenröte am Horizont. "Ich? Ich such mir eine gemütliche Brücke zum übertagen, eine Flasche Wein von zweifelhafter Qualität und fütter das Hüttenhuhn, ehe es sich aus Protest auf jemanden draufsetzt."
Dann zockelte er los, gemächlich, der vergehenden Nacht entgehen, die aufgehende Sonne im Rücken.
Ende
Offline